Die 17-jährige Alice besucht eine Feier in einer imposanten Villa und stellt fest, dass sie sich vor hunderten von Gästen der feinen Gesellschaft verloben soll. Sie folgt dem weißen Hasen in sein Loch und landet im Wunderland: Dort hat sie bereits zehn Jahre zuvor unglaubliche Abenteuer erlebt, kann sich aber nicht daran erinnern. Sie trifft erneut auf all die skurrilen Gestalten, die sie freudig willkommen heißen und Alice erklären, was ihr wahres Schicksal ist: Sie soll mithelfen, der erbarmungslosen Roten Königin das Handwerk zu legen.
In ihrem siebten gemeinsamen Film sind Tim Burton und Johnny Depp nunmehr bei dem Stoff angekommen, den zu verfilmen die beiden Kollaborateure des Skurrilen geboren wurden: Auf den Motiven und Figuren Lewis Carrolls basierend, ist dieses "Alice im Wunderland" im Grunde eine Fortsetzung der klassischen Vorlage. Das befreit die Filmemacher von inhaltlichen Zwängen - sie können ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Was Burton, der erstmals in 3D arbeitet und in der Australierin Mia Wasikowska eine wunderbare Alice gefunden hat, nach allen Regeln seiner Kunst auskostet, auch wenn sich visuelle wie inhaltliche Parallelen zu "Der Herr der Ringe" und "Die Chroniken von Narnia" nicht verleugnen lassen.
Quelle: Blickpunkt:Film